Sonntag, 21. April 2013

In den Klauen der Tiefe



 

In den Klauen der Tiefe (Originaltitel: The Mole People, USA 1956, SW, Regie: Virgil Vogel). 

Kritik: Eine Gruppe von Archäologen entdeckt im Inneren der Erde eine seit 5000 Jahren isoliert lebende Zivilisation, die von den Sumerern abstammt. Diese „Sumerer“ halten sich furchterregende Maulwurfmenschen als Arbeitssklaven. Da dort unten weder Sonnenlicht noch Elektrizität bekannt sind, werden die Forscher, die eine Taschenlampe mit sich führen, kurzzeitig für Götter gehalten. Der Hohepriester Elinu sieht nun seine Macht schwinden und erwirkt bald, dass die Fremden gefangen genommen und zum Tode verurteilt werden. Und dann wagen auch noch die Maulwurfmenschen einen Aufstand.

Dieser Film, der bisher nicht in Deutschland zu sehen war, macht Spaß. Wie bei vielen alten Filmen hält sich der Gruselfaktor für den heutigen Betrachter allerdings in Grenzen. Aber die unterirdische Zivilisation, die Nachkommen der Sumerer und die buckligen Maulwurfmenschen sind durchaus fantastisch in Szene gesetzt worden. Es ist den Machern gelungen, mit niedrigem Budget eine beeindruckende unterirdische Welt zu erschaffen, deren Geschichte, soziale Konflikte und religiöses Weltbild zudem recht glaubwürdig dargestellt werden. Die Kostüme sind gelungen und die Story wird spannend erzählt. Das Ende kommt, wie bei vielen B-Pictures, dann recht schnell daher und wirkt etwas konstruiert. Wer sich generell für billig gemachte phantastische Filme aus den 50er- und 60er-Jahren interessiert, der sollte sich auch diesen Trash-Klassiker nicht entgehen lassen. Für Sammler ist er sowieso ein Muss.

Bilder, die im Gedächtnis bleiben: verkohlte Leichen werden weggetragen (die Opfer wurden in einer Art Sonnen-Ofen exekutiert)  // das Aussehen der Maulwurfmenschen

Bewertung: (7/10)